Ein wahres Geschenk der Natur


Mir ist heute mal aufgefallen, dass ich in diesem Blog noch gar nichts über die wundervolle Katze geschrieben habe, die meinem Partner und mir vor etwa zwei Jahren und fast vier Monaten zugelaufen ist.

Eines der ersten Fotos von unserer Hübschen 😊
Eines der ersten Fotos von unserer Hübschen 😊

Eines Tages im Oktober erklang plötzlich direkt vor unserem Fenster ein klägliches Miauen. Da saß sie auf dem Weg vor unserem Wohnzimmerfenster und schaute zu unserem Fenster hoch. Ich weiß bis heute nicht warum, zumal ich zu dem Zeitpunkt schon mehrere Jahre in der Wohnung lebte. Diese Katze hatte ich noch nie gesehen. Sie erinnert mich jedoch von Färbung und Größe her an eine herrenlose Katze, die früher immer in kalten Winternächten das Vogelhaus im Garten meiner Eltern leergefuttert hat. Wer weiß… Glücklicherweise isst mein Partner auch manchmal Wurst, so dass ich ihr zwei Scheiben geben konnte. Danach habe ich ihr eine Schüssel mit Wasser und Milch hingestellt, die sie in kürzester Zeit leergetrunken hat.
Am nächsten Tag haben wir sicherheitshalber etwas Katzenfutter besorgt – und tatsächlich: Am Abend war sie wieder da und saß miauend vor dem Fenster. So ging es einige Wochen, während wir uns langsam kennenlernten. Sie ließ sich bald streicheln und traute sich irgendwann auch mal, die andere Seite des Fensters zu erkunden. Eines Tages kam sie dann zu uns ins Wohnzimmer. Da sie sofort anfing zu schnurren, als sei sie Weltmeisterin darin, haben wir sie Schnurri genannt. Irgendwie ist es dabei geblieben – auch, weil ich noch keine Katze erlebt habe, die so viel schnurrt. Von diesem Tag an kam sie regelmäßig und wir besorgten ihr ein Katzenklo, dass sie allerdings sehr selten benutzt, da sie meistens draußen herumläuft. Aber sie kommt jeden Tag mehrmals zu uns, schläft vormittags entweder im Schlafzimmer, wo sie sich einen Platz gesucht hat, oder manchmal auch bei uns bzw. mir auf der Couch. Im Sommer jedoch kommt sie nur selten, wobei das auch vom Wetter abhängt. Ist es wirklich richtig sommerlich, kommt sie nur mal kurz zum Kuscheln (und natürlich Fressen😉) vorbei. Diese meist eher kurzen Besuche nutze ich dann auch, um sie nach Zecken zu durchsuchen. Trotz Zeckenmittel lässt sich doch immer mal die ein oder andere Zecke finden. Mittlerweile lässt sie das sogar ohne zu zucken mit sich machen.
Ist es aber weniger schön, schläft sie auch in der warmen Jahreszeit in der Wohnung.
Natürlich dürfen auch regelmäßige „Geschenke“ nicht fehlen. Meistens kommt sie mit einer Maus, einige Male hat sie auch schon einen Vogel mitgeschleppt. Am Schlimmsten war, als die mit einem Gimpel-Weibchen hereinstolzierte, da Gimpel zu meinen Lieblingsvögeln gehören. Meistens frisst sie ihre Beute selbst, manchmal „beschenkt“ sie uns damit. Einmal hat sie einen Haussperling mitgebracht, die Brust gerupft und ihn uns hingelegt. Glücklicherweise bringt sie seit letztem Jahr aber hauptsächlich Mäuse mit, von denen leider einige noch fit genug waren, um ihr zu entwischen. Das kommt zum Glück selten vor, denn es bedeutet, dass ich mich auf die Lauer legen ‚darf‘. Manchmal hat sie ihr Missgeschick allerdings auch selber wieder eingefangen. Denn im Grunde ist sie eine unfassbar geschickte Jägerin. Die Probleme entstehen meist dann, wenn sie nur mit den Mäusen spielen will.
Aber es ist nicht möglich, diesem Wunder der Natur böse zu sein… 😍😏
Überhaupt ist es schon erstaunlich, was man für ein so wunderbares Tier so alles in Kauf nimmt. Ob es das offene Fenster im Winter oder die zusätzliche Rechnerei gegen Ende des Monats ist, ein Blick von ihr reicht aus, um diese Dinge verblassen zu lassen.

Ein Bild aus dem letzten Sommer. Unter diesen Busch legt sie sich gerne, wenn es sehr warm ist.
Ein Bild aus dem letzten Sommer. Unter diesen Busch legt sie sich gerne, wenn es sehr warm ist.

Besonders stark fällt das gerade auf, wo es so schrecklich kalt draußen ist: Schnurri liebt es nämlich, dann im offenen Fenster zu sitzen – teils stundenlang – und rauszuschauen. Und auch, wenn das Fenster ’nur‘ so weit auf ist, dass sie dort sitzen kann, kommt die Kälte rein. Und wenn sie nicht in ihrer „Lücke“ sitzt, passt sie höllisch auf, dass das Fenster auf bleibt. Aber: Wozu gibt es diverse Hilfsmittel gegen Kälte? 😃
Zum Glück hat sie seit einigen Tagen begonnen, sich auch abends nochmal ins Schlafzimmer zurückzuziehen.
Danach zieht sie dann meist los und geht auf ihre Streifzüge.

Ihr Verhalten deutet darauf hin, dass sie zumindest einige Zeit lang auf sich allein gestellt war. Ich habe noch nie eine so dankbare Katze kennengelernt. Für jedes Befüllen ihres Napfes bekomme ich jeweils einen sanften Kopf-Stupser an die Hand und ans Bein. 😍 Wenn mein Freund am Nachmittag nachhause kommt, begrüßt sie ihn lautstark, läuft ihm entgegen und schmiegt sich an seinen Beinen. In der warmen Jahreszeit verabschiedet sie ihn bzw. uns auch am Morgen. Es gäbe noch so viel, was ich über sie schreiben könnte, aber ich möchte mir auch noch etwas für spätere Blog-Einträge aufheben. 😊😃
Zum Schluss noch ein paar der schönsten Fotos, die ich von ihr gemacht habe:

Ebenfalls vom letzten Sommer - Schnurri wälzt sich in der Wärme 😊
Ebenfalls vom letzten Sommer – Schnurri wälzt sich in der Wärme 😊
Schnurri verlässt ihren Platz unter dem blühenden Busch
Schnurri verlässt ihren Platz unter dem blühenden Busch
Erstmal ein herzhaftes Gähnen nach dem Dösen
Erstmal ein herzhaftes Gähnen nach dem Dösen
Auch Schnurri fühlt sich in der Wärme am wohlsten 😊
Auch Schnurri fühlt sich in der Wärme am wohlsten 😊
Schnurri auf 'ihrer' Fensterbank
Schnurri auf ‚ihrer‘ Fensterbank
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